ökum. Pfarrfest St. Norbertus

Großartiger Erfolg des ersten ökumenischen Gemeindefests in Arnsberg

Ein starkes Stück Ökumene

Bei schönstem Sommerwetter waren voller Vorfreude und gespannter Erwartungen etwa 250 Gemeindemitglieder beider Konfessionen zum Open Air Gottesdienst um 11:00 Uhr gekommen, um fröhlich und lebendig mit Pfarrerin Claudia Schäfer, Pater Werner Vullhorst OSB und Pfarrer Wolfram Sievert den ökumenischen Festgottesdienst unter dem Motto „miteinander – leben, glauben, feiern“ zu begehen.

Viele Veranstaltungen in der Stadt hielten die Besucher nicht davon ab, so zahlreich zu erscheinen. Selbst der Himmel freute sich am Dreifaltigkeitssonntag über den ersten ökumenischen Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde mit der Propsteipfarrei Arnsberg in und um die Norbertuskirche. Und: Der Gottesdienst im Freien ist immer ein besonderer Anziehungspunkt der christlichen Gemeinden.

 

Gemeinsames Agapemahl

Zu dem fürbittenden Gebet brachten die Kinder des Norbertuskindergartens die Gaben zum Altar. Im Gottesdienst nahm die Gemeinde anstelle der Heiligen Kommunion oder des Heiligen Abendmahls, das Agapemahl (Agapemahl griech. agápe = Liebe, Hochschätzung des/der anderen), ein gemeinschaftliches, religiöses Mahl ein. Viele Helfer waren nötig um das Agapemahl – bestehend aus selbstgebackenem Brot und Weintrauben – an alle Gläubigen zu verteilen. Und ein Mädchen, ein Kommunionkind, konnte in diesem würdigen Rahmen noch nachträglich die Erstkommunion empfangen. Am Weißen Sonntag war sie seinerzeit verhindert.

Nach vielen fröhlichen Liedern, begleitet von Bandchef Pfarrer Wolfram Sievert, einigen Bandmitglieder der Band „No Limiz“ und einem Tanz der Kinder des Kindergartens St. Norbertus wurden alle Gemeindemitglieder nach dem Segen Gottes eingeladen, diesen Sonntag mit Fröhlichkeit und Feierlaune fortzusetzen.

 

Grußworte des Organisationsteams und Gedanken zur Ökumene

Im Anschluss begrüßte Annedor Ströcker (Norbertusrat) nochmals alle Gottesdienstbesucher und lud dazu ein weiter „miteinander zu leben, zu glauben und zu feiern“, eben gemeinsame und frohe Stunden zu verbringen. Weiter teilte sie mit: „Wir hoffen, dass das heutige Fest mit einem deutlich positiven Ergebnis endet. Den Reinerlös wollen wir für die Pfadfinder-Stamm Liebfrauen (Gebäude Bockstall) -, den Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen e. V. und das Kinderheim Stern der Hoffnung/ Alba Julia verwenden.“

Zum Stichwort Ökumene fügte Bernhard Grüne (Norbertusrat) noch einige Gedanken an: Gelebt haben wir sie ja bisher nur ein Bisschen. … Und dann kam ja da die Baumaßnahme „Auferstehungskirche“ und die Handwerker zwangen quasi alle für vermutlich ein gutes Jahr zur Ökumene. Sicherlich ist das eine sehr vereinfachte Darstellung der Abläufe. Die kurze und vertrauensvolle Verbindung zwischen Propst Hubertus Böttcher, Pfarrer Johannes Böhnke und den Pastoral- und Pfarrteams hat dann zu schnellen und aus meiner Sicht guten und vernünftigen Lösungen geführt: Der gemeinsamen Nutzung der Norbertuskirche. Man hat sich allseits schnell eingewöhnt. Ich habe von vielen Gemeindemitgliedern der Norbertusgemeinde positive Rückmeldungen erhalten. Auch von evangelischen Gemeindemitgliedern habe ich Positives vernommen. Und wie heißt es auf der Homepage der evangelischen Gemeinde nach dem 1. Gottesdienst: „Durch die gemeinsame Nutzung der Kirche kommen wir der Ökumene sicher ein großes Stück näher! Nach dem ersten Gottesdienst in St. Norbertus war klar: Es wird eine gute, gemeinsame Zeit werden.“

Geht da noch mehr? Oder: Soll dies alles nach einem Jahr vorbei sein? Keiner von uns weiß, was nächstes Jahr sein wird. Aber gleich wie (mit oder ohne weiteren ökumenischen Begegnungen, Gottesdienste, Feste), auch das sollte dann nicht das Ende von gelebter Ökumene sein. Unser Pastoralteam, die Gemeindeleitung der Evangelischen Kirche Arnsberg sowie das Gemeindeteam St. Norbertus, sollten sich zur Ökumene in Arnsberg Gedanken und dann (vorzugsweise einfache und praktische) Fortschritte machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Der anschließende Applaus bestätigte diese Gedanken.

 

Festverlauf am Nachmittag

Zur Bedeutung des Mottos erübrigt sich ja eigentlich eine Stellungnahme. Jedoch ist gemeint: gemeinsame Vorbereitung, gemeinsame Durchführung, gemeinsames Essen und Trinken, eben gemeinsame Feier des Gemeindefestes.

Und so stärkte sich die Gemeinde nach dem Gottesdienst an einem reichhaltigen Mittagsmahl bei Pizza, Erbsensuppe und Bratwurst.

Der restliche Tag, stand im Zeichen eines bunten und fröhlichem Familienfest-Programms für Jung und Alt. Besondere Programmpunkte waren ein gut bestückter Trödelmarkt und ein ebensolcher Bücherflohmarkt. Weitere Angebote, wie z. B. Glücksrad, Fädenziehen, Porzellanmalerei, Kreativangebote, Kinder schminken, offenes Singen, Preiskegeln gab es ab Mittag und am späten Nachmittag noch eine viel beachtete Versteigerung mit Dechant Propst Hubertus Böttcher. Und auch der Zirkus Pompitz hatte einen Auftritt und begeisterte eigentlich alle Zuschauer. Jedenfalls verging ein gelungener Tag wie im Flug.

 

Resümee von Engagierten und Besuchern

Die Organisatoren und Besucher stellten eine hervorragende Stimmung, eine angenehme Atmosphäre und ein frohes und herzliches Miteinander fest. Annedor Ströcker und Bernhard Grüne vom Orga-Team zogen das Resümee: “Wir haben ein tolles, ökumenisches Familienfest mit viele Begegnungen, großartiger Stimmung in großer Harmonie gefeiert. Von vielen Mitgliedern der Propsteipfarrei und der Evangelischen Gemeinde wurde diese Gelegenheit genutzt, auf einem gemeinsamen Weg in Arnsberg frohe Stunden zu verleben und sich untereinander kennen zu lernen. Auch dank des Engagement der vielen Helferinnen und Helfer beider Konfessionen – über 100 sichtbare und unsichtbare Engagierte in der ganzen Woche – lief das Fest hervorragend ab.“ Und an dieser Stelle soll gern auch das Zitat eines langjährig pfarrfesterfahrenen Norbertiners mit den Worten „Von den vielen guten Pfarrfesten war dies eines der besten Feste“ wiedergegeben werden. Zur Freude der Organisatoren brachte ein evangelisches Gemeindemitglied viele Stimmen auf den Punkt: „Ich möchte mich bei den Organisationsmitgliedern für die geleistete Arbeit sehr herzlich bedanken. Es war ein sehr schönes Fest, die Stimmung war allgemein sehr fröhlich und es wäre schön, wenn daraus eine Tradition würde.“

Allen Festteilnehmern ist klar, dass so ein Event im nächsten Jahr wiederholt werden sollte. Propst Hubertus Böttcher betonte später zufrieden: „Ich bin sehr glücklich über den optimalen Verlauf des heutigen Tages, der unsere Gemeinden in der Ökumene weitergebracht hat. Deshalb sollte es im nächsten Jahr, wieder ein gemeinsames Fest geben! Wir sind auf dem richtigen Weg!“

Auch an dieser Stelle möchten sich die Gemeindeleitungen und die Organisatoren des Festes nochmals bei allen, die anlässlich unseres ersten ökumenischen Gemeindefestes geholfen (Vorbereitungen, Durchführung, Aufräumen, Informieren), gespendet (Geld, Kuchen, Trödel, Bücher, Zeit) und uns besucht haben, ganz herzlich bedanken.

 

Text: Bernhard Grüne mit Textpassagen Wolfgang Ploog, Presserefernt Evangelische Kirche Arnsberg

Bilder: Ingrid Fürstenberg, Vorsitzende Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit Evangelische Kirche Arnsberg